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«Spielt! Spielt für mich in Hagenwil!»

Nach dem Tod der «Grande Dame» von Hagenwil, ist die Nachfolge von Doris Haudenschild geklärt: Das langjährige Ensemblemitglied Marina «Mary» Santella übernimmt die Rolle der Martha Brewster bei den Schlossfestspielen 2019. 

Der letzte Wunsch von Doris Haudenschild geht damit in Erfüllung: Jemand aus der «Theaterfamilie» tritt in ihre Fussstapfen. Es hätte eine weitere Paraderolle werden sollen in der Bühnenlaufbahn von Doris Haudenschild: Martha Brewster, eine ältere Dame, welche zusammen mit ihrer Schwester Abbey einsame, ältere Herren von den Leiden des Lebens erlöst, sie vergiftet. Es ist eine der Hauptfiguren in der bitterbösen Krimikomödie «Arsen & Spitzenhäubchen», welches die Schlossfestspiele Hagenwil diesen Sommer auf die Bühne bringen. Doch es sollte anders kommen: Doris Haudenschild erlag vor wenigen Wochen einer schweren Krankheit. 

«Der Tod von Doris war ein schwerer Schlag für das ganze Ensemble», sagt Regisseur Florian Rexer. «Wir sind alle sehr traurig, aber das Leben geht weiter.» Die Jubiläumssaison steht vor der Tür und mit dem Stück «Arsen & Spitzenhäubchen» geht für Rexer ein langer Traum in Erfüllung. «Spielt! Spielt für mich in Hagenwil», das wünschte sich Doris, als sie im Sterben lag. «Und das tun wir», sagt Rexer mit sicherer Stimme. Es sei wunderbar, dass mit Mary Santella jemand aus der «Theaterfamilie», ein langjähriges Ensemblemitglied, die Rolle übernehmen könne. 

«Es ist eine Herausforderung»

Marina «Mary» Santella ist in Florenz, Italien, aufgewachsen und kam mit 11 Jahren in den Thurgau. Bei den Schlossfestspielen Hagenwil ist sie seit den Anfängen dabei und hat schon in vielen Rollen überzeugt, zuletzt als «Gewndolen Fairfax» in «Bunburry». Kommenden Sommer steht Santella nach einer dreijährigen Pause und einer Weltreise erstmals wieder auf der Bühne in Hagenwil. «Es ist ein bisschen wie Heimkommen», freut sie sich. 

Und trotzdem geht sie mit viel Respekt an die Arbeit: Die Rolle der Martha Brewster sei keine einfache. Auf der einen Seite die fürsorgliche, fast ängstliche Martha, die sich hinter ihrer Schwester versteckt. Auf der anderen Seite die Martha, welche ganz selbstverständlich Giftmischungen herstellt, um einsame Herren umzulegen. Diesen Gegensatz glaubwürdig zu spielen, sei eine Herausforderung. Und nicht nur das: «Ich trete mit sehr gemischten Gefühlen in die Fussstapfen von Doris Haudenschild», gibt Mary Santella unumwunden zu. Keine Zweifel an der Umbesetzung hat Regisseur Florian Rexer. Er ist überzeugt: Bigna Körner in der Rolle von Schwester Abbey Brewster und Mary Santella «werden das ganz wunderbar spielen».

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